Raum 2 - Schreibstube

Schreibstube

Durch eine Verbindungstüre vom Ratssaal gelangt der Besucher in die Schreibstube (Nebenstube).
Der ursprünglich im Naturton des Holzes gehaltene Raum wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts stilistisch der Neuausstattung der Ratsstube angepasst und erhielt seinen heuteigen Farbanstrich in grün, blau und beige.

Dieser Raum ist der Kirchengeschichte und der Florettseiden - oder Schappeindustrie von Gersau gewidmet.

Auch im Kanton Schwyz war die Textilindustrie die Schrittmacherin der Industrialisierung. Allerdings stand hier die Verarbeitung von Seide und nicht von Baumwolle im Vordergrund. Dabei handelt es sich um Schappe oder Florettseide, ein Seidengarn, das aus Rohseidenabfällen und aus der Seide beschädigter Kokons hergestellt wird. Die Schappeverarbeitung hat sich in Gersau bis heute behaupten können.

(Quelle: Das Rathaus der altfryen Republik Gersau, Schwyzer Hefte Nr. 40)

Kirchengeschichte

1064 Gersau wird im Stifterbuch der 1027 gegründeten Benediktinerabtei Muri aufgeführt.

Seidenindustrie